Brückennachprüfung

A10 Tauern Autobahn – AST Urstein-AST Hallein
Stahl- und Spannbetonbrücken (Integralisierung, Semiintegralisierung, Riegelerneuerung)

Auf der A10 Tauern Autobahn  im Abschnitt Urstein – Hallein, waren im Jahr 2016/2017 umfangreiche Fahrbahn- und Brückeninstandsetzungen durchzuführen.

Das Projektgebiet befindet sich auf der A10 Tauern Autobahn zwischen Urstein und Hallein und umfasst mehrere Brückenobjekte.

Bauherr: ASFINAG Bau Management GmbH
Planungsleistungen: statisch konstruktive Nachrechnung nach ONR 24008 mit Berücksichtigung unterschiedlicher Sonderfahrzeuge (1500/150, 1500/200, 1800/150, 1800/200, 2400/200, 2400/240, 3000/200) sowie der Lastmodelle nach Kraftfahrzeuggesetz (KFG-Modelle),
Generalerneuerungen mit statischer Verstärkung von Brücken (Widerlagersanierung und –umbau, Semiintegrale Bauweise, Tragwerksverbreiterung, FÜK Tausch, Randbalkenerneuerung inkl. LSW, Erneuerung des Aufbaus ab Tragwerksoberkante, Sicherheitsausrüstung, Entwässerung, Betoninstandsetzungen, Auflagertausch, Lagertausch oder –sanierung unter Verkehr, usw.)
Planungszeitraum: 2016 – laufend
Brückenobjekte: A10.020 Unterführung der B159
A10.022 Ursteinbrücken Vorlandbrücken 1 und 3
A10.023 Raschlbrücke
A10.024 Überführung eines Forstwege
A10.026 Überführung Davidlgutweg
A10.028 Überführung Wiesenweg
A10.029 Forstwegunterführung
A10.030 Unterführung des Madlweges
A10.031 Unterführung Hammerstrasse
A10.032 Unterführung Mühlgraben
A10.033 Almbrücke

 

Koralmbahn Graz – Klagenfurt, Abschnitt Aich-Mittlern
AM2 – Wildbrücke, Bahn-km 86,5+67.00)

Im Zuge der Errichtung der Koralmbahn Graz – Klagenfurt sind im Abschnitt Aich – Mittlern drei Wildquerungen vorgesehen. Eines dieser Objekte ist die im Bahn-km 86,5+67.00 geplante AM2 „Wildbrücke“. Das Brückenobjekt wird als Stahlbetonschale ausgeführt, die mit der Sonderbaumethode „Pneumatisches Verformen von ausgehärtetem Beton“, entwickelt von der TU Wien, Institut für Tragkonstruktion, Abteilung Betonbau errichtet wird.

Dabei wird zuerst auf einer bewehrten Sauberkeitsschicht eine 10cm dicke ebene, mit Stäben aus Faserverbundwerkstoff (mit AR-Glasfasern) bewehrte, Betonplatte mit keilförmigen Aussparungen hergestellt. Sobald die Betonplatte ausgehärtet (mindestens 80% der 28-Tage Nennfestigkeit) ist, wird diese mit Hilfe einer unter der Platte angeordneten Pneus und mehreren Spanngliedern am Umfang zu der geplanten zweifach gekrümmten Schale verformt.

Das Tragwerk bildet eine 45cm dicke frei geformte Stahlbetonschale, deren Form so gewählt ist, dass die Biegemomente und transversalen Schubspannungen unter Gebrauchslast möglichst klein bleiben und die vorhandenen Einwirkungen hauptsächlich durch Normalspannungen abgetragen werden. Durch die zweifach gekrümmte Form werden die Lasten zweiachsial abgetragen und der auftretende Horizontalschub kann im Vergleich zu einem Bogentragwerk verringert werden.

Bauherr: ÖBB-Infrastruktur AG
Planungsleistungen: statisch konstruktive Nachrechnung
Planungszeitraum: 2016 – 2017
Tragwerk: Stahlbetonfreiformschale

 

Tschinowitscher Gailbrücke – Villach
Verbundbrücke mit Geh- und Radwege

Das neue Brückentragwerk wird neben der bestehende Brücke situiert und die Bestandsbrücke nach Errichtung der neuen Brücke abgetragen. Die Lage im Grundriss wird so gewählt, dass das neue Verbundtragwerk mit einem lichten Abstand von ca. 0,50m (Randleistenlichte) vom Bestandstragwerk zu liegen kommt. Die Gehwegkonstruktion im Bereich der bestehenden Brücke wird nach Abbruch der Bestandsbrücke ergänzt.

Das neue Tragwerk ist ein 3-feldriges Stahlverbundtragwerk mit seitlich angehängten Geh- und Radwegkonstruktionen aus verzinktem und beschichtetem Stahl. Bei dem Verbundtragwerk handelt es sich um einen zweistegigen Plattenbalkenquerschnitt mit geschlossenen Hauptträgern in Stahlbauweise und eine Fahrbahnplatte aus Betonfertigteilen und Ortbeton mit Stützweiten von 30,4 m + 40,0 m + 30,4 m und die sich daraus ergebende Gesamttragwerkslänge von 100,80 m.

 

Bauherr: Stadt Villach
Planungsleistungen: statisch konstruktive Nachrechnung
Planungszeitraum: 2016 – 2017
Tragwerk: dreifeldriges Stahlverbundtragwerk auf Stahlbetonpfeilern mit Bohrpfahlgründung und Stahlbetonwiderlagern

 

Koralmbahn Graz – Klagenfurt, Abschnitt Mittlern – Althofen
MA 17 Tunnel Srejach samt Wannenbauwerke

Im Zuge des Neubauabschnittes Aich – Althofen a. d. Drau der Koralmbahn Graz – Klagenfurt wird bei der Ortschaft Srejach der Grüntunnel „Srejach“ MA 17 mit einer Gesamtlänge von 620,00 m errichtet. Als Übergang zur freien Strecke wird im Osten eine 17,00 m lange Wanne MA 17a und im Westen eine 61,10 m lange Wanne MA 17b errichtet. Das Objekt dient einerseits als Lärmschutz für die nahegelegenen Ortschaften, der Überführung des Forstweges S51G sowie der Überleitung des Gerinnes GR4. Aufgrund des hohen zu erwartenden Grundwasserspiegels ist die Ausführung in zweischaliger Bauweise erforderlich. Die Herstellung des Tunnels erfolgt in Deckelbauweise zwischen aufgelösten Bohrpfahlwänden. Die Deckenplatte, die Sohlplatte und die Seitenwände werden in bewehrtem Ortbeton als „Weiße Wanne“ ausgeführt und kraftschlüssig mit den Bohrpfählen verbunden.

 

Bauherr: ÖBB-Infrastruktur AG
Planungsleistungen: Nachprüfungen der statischen Berechnung hinsichtlich Vollständigkeit, Unterlagen, Vorschriften, Systemwahl, Einwirkungen, Berechnungsmodell und Bemessung; Nachprüfen der Konstruktionspläne auf Übereinstimmung mit der statischen Berechnung, Einhaltung der Vorschriften und auf konstruktive Durchbildung; Prüfbericht
Planungszeitraum: 2014 – 2017
Objekte: Wanne Ost MA 17a, L = 17,00 m
Tunnel Srejach MA 17, L = 620,00 m
Wanne West MA 17b, L = 61,10 m
Tragwerk: Zweischalige, offene Bauweise: Tunnelinneschale als geschlossener rechteckiger Rahmen entsprechend Richtlinie „Weiße Wanne“ mit bis zu 8,70 m Überschüttung, lichte Breite 11,70 m, lichte Höhe 7,25 m, kraftschlüssiger Verbund mit den Bohrpfählen mittels Konsolen, Plattenstärken von 0,90 m (Wände) bis zu 1,50 m (Deckel), Abschnittslängen in Tunnellängsrichtung von 24,0 m

 

Vollausbau Tunnelkette Klaus – A9 Pyhrn Autobahn
Baulos 1, Objekt PY 51.2 – Talübergang Steyr

Die Pyhrn Autobahn ist seit 18. Dezember 2004 vom Knoten Voralpenkreuz (A 1/A 8/A 9) bis zur Staatsgrenze bei Spielfeld durchgehend befahrbar. Mit Ausnahme der Bereiche Anschlussstelle Klaus – Anschlussstelle St. Pankraz/Hinterstoder (Tunnelkette Klaus), dem Bosruck- und Gleinalmtunnel ist die A 9 bereits voll ausgebaut. Das bedeutet im Freiland vierspurig und in den Tunneln zweiröhrig. Sukzessive werden in den nächsten Jahren auch die erwähnten drei Nadelöhre ausgebaut und beseitigt. Das Projekt Vollausbau Tunnelkette Klaus beinhaltet die Errichtung der zweiten Röhren (Richtungsfahrbahn Linz) der Tunnel Klaus, Traunfried, Spering und Falkenstein. Außerdem werden auch die zweiten Tragwerke der Steyrbrücke, Pertlgrabenbrücke, Wallergrabenbrücke, Rettenbachbrücke, Teichlbrücke und einer Rampenbrücke im Bereich der Anschlussstelle Klaus gebaut. Aufgabenstellung war die Überprüfung der statischen Berechnung sowie die konstruktiven Ausarbeitung des zweiten Tragwerks der Steyrbrücke.

Bauherr: ASFINAG
Planungsleistungen: statisch konstruktive Nachprüfung
Planungszeitraum: 2013 – laufend
Tragwerk: Dreifeldrige Spannbetonhohlkastenbrücke mit internen und externen Spanngliedern, zwei flach gegründeten Doppelpfeilern und zwei Widerlagern, Stützweiten von 77, 124 und 77 m, errichtet im Freivorbau

 

Straßenunterführung Saag – B83 / Kärnten
Strecke Bleiburg – Innichen, km 324,561 – km 324,928

Der Bahnübergang auf der B 83 Kärntner Straße im Bereich von Bad Saag und ein zweiter im Nahbereich dieser Kreuzung bei der Zufahrt zum Bad Saag wurden aufgelassen und durch entsprechende Straßenunterführungen ersetzt. In diesem Bereich treffen die Eisenbahnstrecke entlang des Wörthersees, die B 83 und der R 4 Radweg zusammen. Aufgabenstellung war die Überprüfung der statischen Berechnung sowie die konstruktiven Ausarbeitung des Tragwerks der Straßenunterführung.

Bauherr: ÖBB Infrastruktur AG
Planungsleistungen: statisch konstruktive Nachprüfung
Planungszeitraum: 2013 – 2014
Tragwerk: geschlossenes Rahmentragwerk mit Vouten, Ausführung als Weiße Wanne

Koralmbahn Graz – Klagenfurt, Abschnitt Mittlern – Althofen
MA 26 ÖBB-Brücke Drauquerung in km 109.900

Im Zuge der Errichtung der Koralmbahn (2 gleisige Hochleistungsbahn), als direkte Verbindung zwischen Graz und Klagenfurt, ist das Objekt MA26 – Drauquerung – für das zukünftige Verkehrsaufkommen und für eine Entwurfsgeschwindigkeit von VE = 200 km/h und einer Ausbaugeschwindigkeit von v = 250 km/h auszulegen.

Das Objekt befindet sich im Einreichabschnitt Mittlern – Althofen bei km 109.900.

Bauherr: ÖBB-Infrastruktur AG
Planungsleistungen: Statisch konstruktive Nachprüfung einer Eisenbahnbrücke der ÖBB
Planungszeitraum: 2013 – 2014
Tragwerk: Durchlaufträger mit einem Hohlkastenquerschnitt. Die Lastabtragung erfolgt über Kalottenlager und tiefgegründeten Pfeiler/Widerlager in den Untergrund, großteils im Draufluss Spannbetontragwerk (Hohlkastenquerschnitt) Herstellung mittels Taktschiebeverfahren

Eisenbahnüberbrückung Lansach – L37 Ferndorfer Straße,
Abschnitt Bleiburg – Innichen

Eisenbahn-Km 178.874, 179.368 und 179.626

In Bahnkilometer 179.043,05 der Strecke Bleiburg – Innichen wird eine Straßenbrücke über die Gleise 1 und 2 errichtet. Die Brücke soll die Landesstraße L37 Ferndorfer Straße über die 2-gleisige Hochleistungsstrecke führen.

Das Überführungsbauwerk wurde als zweifeldriges Rahmentragwerk geplant. Während das Hauptfeld als offener Rahmen ausgeführt wird, ist das kleinere Feld als geschlossener Rahmen konzipiert.
Aufgrund der vorgefundenen Untergrundverhältnisse kommt eine Flachfundierung des Tragwerks zur Ausführung.

Bauherr: ÖBB-Infrastruktur AG
Planungsleistungen: Statisch konstruktive Nachprüfung einer Straßenbrücke (Ausschreibungs- und Ausführungsplanung)
Planungszeitraum: 2013
System: Flach fundiertes 2 – Feld Rahmentragwerk Stahlbetontragwerk

Angerschluchtbrücke, Tauernbahn, Baulos Steinbach–Angertal
Neubau einer Stahlbeton-Bogenbrücke der hochrangigen Schieneninfrastruktur

Im Zuge des zweigleisigen Ausbaues bei gleichzeitiger Begradigung der bestehenden Nordrampe der Tauernbahn war im Baulos Steinbach–Angertal bei km 25,059 der Neubau einer Brücke über die Angerschlucht erforderlich.

Aus ästhetischen als auch technischen Gründen wurde eine Stahlbeton-Bogenbrücke mit aufge­ständerter Fahrbahn und durchgehendem Schotterbett gewählt. Der Stahlbetonbogen wurde als zweizelliger Hohlkastenquerschnitt ausgebildet.

Der beidseitig eingespannte Bogen überspannt die V-förmig eingeschnittene Angerschlucht mit einer maximalen Höhe von rund 70 Metern über der Talsohle. Der Vorlandbereich südlich des Bogens verläuft mit einer steilen Böschung zum südlichen Widerlager hinauf, während das Fundament des Bogens auf der nördlichen Seite in einer fast senkrecht abfallenden Felswand situiert wurde.

Aufgrund der Neutrassierung der Tauernbahn konnte das hier behandelte Objekt ohne Beeinträchtigung durch den bestehenden Zugsverkehr hergestellt werden.

Horizontalkräfte in Brückenlängsrichtung wurde fast zur Gänze durch die monolithische Verbindung des Fahrbahntragwerkes mit dem Bogen im Scheitelbereich aufgenommen und über den Bogen in den Untergrund abgeleitet.

Bauherr: ÖBB-Infrastruktur AG
Planungsleistungen: Statisch konstruktive Überprüfung (Genereller Entwurf & Ausführungsplanung) einer Stahlbeton-Bogenbrücke der hochrangigen Schieneninfrastruktur
Planungszeitraum: 2005 – 2007
Tragwerk: Stahlbeton-Bogenbrücke mit aufgeständerter Fahrbahn